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Google-Unternehmensprofil für Finanzberater: die vollständige Anleitung

Für regionale Anfragen ist das Google-Unternehmensprofil oft wichtiger als die eigene Website. Es erscheint über den normalen Suchergebnissen, zeigt Telefonnummer, Weg und Bewertungen und entscheidet damit häufig, wer angerufen wird. Es kostet nichts. Es dauert einen Nachmittag.

Warum das Profil bei Beratern besonders zählt

Wer nach einem Berater in seiner Umgebung sucht, bekommt zuerst eine Kartenansicht mit drei Einträgen. Diese drei Plätze bekommen einen erheblichen Teil der Klicks, oft mehr als das erste normale Suchergebnis darunter. Ohne Profil sind Sie dort nicht vertreten, egal wie gut Ihre Website ist.

Dazu kommt ein Vertrauenseffekt, der in Ihrer Branche besonders wirkt. Ein vollständiges Profil mit Foto, Öffnungszeiten und ein paar echten Bewertungen wirkt auf jemanden, der eine Finanzierung über mehrere hunderttausend Euro plant, deutlich anders als ein Eintrag ohne Bild.

Schritt 1: Profil anlegen

Sie brauchen ein Google-Konto. Nutzen Sie dafür kein privates Konto, das später jemand anderes verwaltet, sondern ein geschäftliches, auf das Sie dauerhaft Zugriff haben. Der Zugang zum Profil hängt an diesem Konto.

  1. Suchen Sie zuerst nach Ihrem Firmennamen. Häufig existiert bereits ein automatisch erzeugter Eintrag, den Sie beanspruchen können, statt einen zweiten anzulegen.
  2. Legen Sie andernfalls ein neues Profil an und tragen Sie den Namen genau so ein, wie er auf Ihren Unterlagen steht.
  3. Ergänzen Sie Telefonnummer und Website-Adresse.

Wichtig beim Namen: Tragen Sie ausschließlich Ihren tatsächlichen Firmennamen ein. Zusätze wie Ortsnamen oder Leistungsbeschreibungen im Namensfeld verstoßen gegen die Richtlinien und führen im schlechtesten Fall zur Sperrung des Profils. Die Leistungen gehören in die dafür vorgesehenen Felder.

Schritt 2: Die richtige Kategorie wählen

Die Hauptkategorie ist die wichtigste einzelne Einstellung im ganzen Profil. Sie entscheidet maßgeblich, bei welchen Suchanfragen Sie überhaupt in Betracht kommen. Wählen Sie die Kategorie, die Ihre Haupttätigkeit am genauesten beschreibt, nicht die allgemeinste.

Für Finanzprofis kommen je nach Tätigkeit unter anderem Kategorien wie Finanzberater, Versicherungsmakler, Kreditvermittler, Finanzdienstleister oder Immobilienmakler in Frage. Ergänzen Sie danach bis zu neun weitere Kategorien für Ihre Nebenleistungen. Ändern Sie die Hauptkategorie später nicht ohne Grund, denn das setzt die Einordnung zurück.

Schritt 3: Adresse oder Einzugsgebiet

Google unterscheidet zwei Arten von Betrieben. Wenn Kunden zu Ihnen kommen, geben Sie die Adresse an, und Ihr Eintrag erscheint an dieser Stelle auf der Karte. Wenn Sie Kunden aufsuchen oder von zu Hause arbeiten, können Sie die Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben.

Beides ist zulässig, beides hat Folgen. Ohne sichtbare Adresse erscheinen Sie in der Kartenansicht seltener. Mit Adresse ist Ihre Anschrift öffentlich sichtbar, was bei einem Büro im eigenen Haus zu bedenken ist. Entscheiden Sie das bewusst und nicht nebenbei.

Schritt 4: Bestätigung, meist per Video

Vor der Freischaltung müssen Sie nachweisen, dass es den Betrieb wirklich gibt. In den letzten Jahren ist die Bestätigung per Video zur häufigsten Methode geworden. Sie nehmen mit dem Handy in einem Durchgang ein Video auf, ohne Schnitt, und zeigen darin nacheinander:

  • den Standort von außen, mit erkennbarem Umfeld, Straßenschild oder Hausnummer,
  • ein Zeichen dafür, dass der Betrieb hier tätig ist, etwa Schild, Briefkasten oder Klingel,
  • den Arbeitsplatz von innen,
  • einen Nachweis, dass Sie berechtigt sind, also zum Beispiel Geschäftsunterlagen mit Firmenname und Anschrift oder den Zugang zum abgeschlossenen Büro.

Das Video sollte ruhig geführt und nicht länger als wenige Minuten sein. Die Prüfung dauert in der Regel bis zu fünf Werktage. Bei Ablehnung können Sie erneut einreichen, achten Sie dann besonders auf den Punkt, der zuvor nicht klar erkennbar war. Das ist meistens der Nachweis der Berechtigung.

Praktischer Hinweis: Drehen Sie das Video bei Tageslicht und laufen Sie den Weg vorher einmal ab. Die häufigste Ursache für eine Ablehnung ist nicht ein fehlendes Detail, sondern ein Video, auf dem der Zusammenhang zwischen Adresse, Schild und Innenraum nicht in einem Stück erkennbar ist.

Schritt 5: Profil füllen

Ein bestätigtes, aber leeres Profil bringt wenig. Vollständig ausgefüllte Profile werden von Google bevorzugt ausgespielt und von Menschen eher angeklickt. Diese Felder lohnen sich:

  • Beschreibung. Wer Sie sind, für wen Sie arbeiten, in welcher Region. Sachlich formuliert, ohne Superlative.
  • Leistungen. Legen Sie einzelne Einträge an, etwa Baufinanzierung, Anschlussfinanzierung, Ratenkredit, Versicherungsberatung. Jeder Eintrag darf eine kurze Beschreibung haben.
  • Öffnungszeiten. Auch wenn Sie überwiegend nach Terminvereinbarung arbeiten, sind Zeiten besser als keine Angabe. Feiertage pflegen Sie am besten im Voraus ein.
  • Fotos. Logo, ein Titelbild, Außenansicht, Innenansicht und ein Porträt. Echte Bilder wirken deutlich besser als Symbolbilder aus einer Datenbank.
  • Beiträge. Kurze Meldungen, etwa zu einem Zinsthema oder einer neuen Leistung. Ein Beitrag im Monat genügt und hält das Profil aktiv.

Schritt 6: Bewertungen, aber richtig

Bewertungen sind der stärkste Vertrauensfaktor im Profil und gleichzeitig der Bereich mit den meisten Fehlern. Drei Regeln, die sich bewährt haben:

  1. Fragen Sie im richtigen Moment. Direkt nach einem erfolgreichen Abschluss ist die Bereitschaft am größten. Ein kurzer persönlicher Hinweis mit dem direkten Link wirkt besser als eine allgemeine Bitte im Newsletter.
  2. Kaufen Sie niemals Bewertungen. Das ist wettbewerbswidrig, angreifbar und wird zunehmend erkannt. Der Schaden bei Entdeckung übersteigt den Nutzen bei weitem.
  3. Antworten Sie auf jede Bewertung. Bei kritischen Bewertungen sachlich, kurz und ohne Details zum Fall. Beachten Sie dabei Ihre Verschwiegenheitspflichten: Bestätigen Sie öffentlich nicht, dass jemand Ihr Kunde ist oder war, sondern bieten Sie ein Gespräch an.

Sechs Fehler, die Profile unsichtbar machen

  • Zwei Profile für denselben Betrieb. Doppelte Einträge schwächen sich gegenseitig. Zusammenführen statt beide pflegen.
  • Abweichende Firmendaten. Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf Website, Profil und in Verzeichnissen identisch geschrieben sein, bis hin zur Abkürzung der Straße.
  • Keine Verknüpfung zur Website. Der Eintrag sollte auf eine passende Seite verlinken, bei mehreren Standorten möglichst auf die jeweilige Standortseite.
  • Leistungen nur im Namen. Beschreibungen gehören in die Leistungsfelder, nicht ins Namensfeld.
  • Einmal angelegt und nie wieder angefasst. Inaktive Profile verlieren gegenüber gepflegten an Sichtbarkeit.
  • Zugang verloren. Wenn das Profil an einem Konto hängt, auf das niemand mehr Zugriff hat, wird jede Änderung zum Verfahren. Legen Sie einen zweiten Inhaber als Zugriff an.

Wenn Sie diese Punkte abgearbeitet haben, ist die Grundlage gelegt. Die Wirkung stellt sich nicht über Nacht ein, meist zeigen sich erste Veränderungen nach einigen Wochen. Wichtiger als Geschwindigkeit ist Beständigkeit: ein gepflegtes Profil, das monatlich eine Kleinigkeit bekommt, schlägt ein perfekt aufgesetztes, das danach liegen bleibt.

Wir übernehmen das Profil komplett

Einrichtung, Bestätigung, Kategorien, Fotos und die laufende Pflege gehören bei uns zum Leistungsumfang. Sie liefern die Angaben einmal, den Rest machen wir, inklusive der Video-Verifizierung und der Nachbesserung bei Rückfragen von Google.

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